Vier Teams. 418 Kilometer. Keine Pause erlaubt. Das war PUMA418, die Staffel von der PUMA-Zentrale in Herzogenaurach bis nach Berlin. Vor ein paar Wochen haben wir angekündigt, dass runningsociety eines der vier Teams ist. Jetzt ist gelaufen, hier ist, wie es war.
VIER TEAMS, EINE STRECKE
Die Regeln waren so einfach wie kompromisslos: Lauft nach Berlin, in beliebiger Aufteilung, aber ohne anzuhalten. Vier Teams sind angetreten, jedes mit sieben Läuferinnen und Läufern. Dabei waren PUMA PROJECT3 mit ehemaligen Teilnehmenden aus dem eigenen Elite-Programm, das Team von Dryll, Another Cotton Lab und wir: runningsociety.
Am Ende: Platz 1 für runningsociety, vor Another Cotton Lab auf Platz 2, PUMA PROJECT3 auf Platz 3 und Dryll auf Platz 4. Sogar die internationale Fachpresse hat berichtet: Athletics Weekly nannte das Rennen „one of the toughest events" und bestätigte unseren Sieg „in just over 27 hours". Unsere eigene Zeitmessung war noch etwas genauer: 26 Stunden 56 Minuten für 438,76 Kilometer, mehr als die namensgebenden 418. Der Grund: Bei allen Teams war die Strecke am Ende etwas länger, weil sie in großen Teilen für die Begleitfahrzeuge befahrbar sein musste, das macht zwangsläufig ein paar Kilometer mehr.

Die Live-Ergebnistafel kurz nach dem Zieleinlauf: runningsociety vorn, vor Another Cotton Lab, PROJECT3 und Dryll.
UNSER TEAM
Sieben Läuferinnen und Läufer aus unserer Community haben sich die 418 Kilometer geteilt:

Anika — Team runningsociety

Felix — Team runningsociety

Hannah — Team runningsociety

Joshua — Team runningsociety

Lukas — Team runningsociety

Pia — Team runningsociety

Tobi — Team runningsociety
DIE STRATEGIE: WARUM WIR DIE BESTE STRECKE HATTEN
Dass wir gewinnen konnten, lag nicht nur an den Beinen, sondern vor allem am Kopf dahinter. Anders als bei einem klassischen Marathon war die Strecke selbst Teil des Wettbewerbs: Jedes Team musste seine eigene Route von Herzogenaurach nach Berlin planen, fahrbar für die Begleitfahrzeuge, laufbar fürs Team, dazu Höhenprofil und Gesamtdistanz gegeneinander abgewogen. Genau hier hat unser Coach Felix Ruf den Unterschied gemacht.
Felix hat sich in den Wochen vor dem Start intensiv mit der Strategie beschäftigt: Er hat das finale Team zusammengestellt, die Route optimiert und am Ende die mit Abstand schnellste Streckenführung aller vier Teams gefunden. Wer am meisten in die Vorbereitung investiert, steht am Ende vorn, das hat sich hier einmal mehr bestätigt.
Auf der Strecke selbst fuhren wir zweigleisig: zwei Begleitfahrzeuge im Leapfrog-Prinzip. Immer eines fuhr vorneweg, sodass der nächste Wechsel ohne Zeitdruck klappte, während das andere Fahrzeug bereits die nächste Ablösestelle ansteuerte. Fünf liefen, zwei saßen am Steuer, durch Rotation war praktisch jede und jeder etwa alle fünf Wechsel wieder selbst an der Reihe. Zu Beginn liefen wir Abschnitte von rund einem Kilometer, um das Tempo hochzuhalten. Als die Beine schwerer wurden, verkürzten wir auf rund 500 Meter, abhängig vom Höhenprofil.
Leapfrog-Prinzip: ein Fahrzeug immer vorneweg, damit der nächste Wechsel ohne Zeitdruck klappt.
Neben PUMA war bei PUMA418 auch Porsche mit im Boot: Jedes Team bekam zwei Porsche Cayenne EV als Begleitfahrzeuge.
Den entscheidenden Unterschied hat die Nacht gemacht: Während andere Teams zeitweise pausierten, blieben bei uns durchgehend beide Autos aktiv, jeweils fünf Läuferinnen und Läufer und zwei Fahrende im Wechsel. Das schafft nur ein Team, das sich wirklich blind vertraut und niemanden allein lässt.
Wechsel auf offener Strecke.
The team is everything.
Am Start stand vor allem der Spaß im Vordergrund, dann kam der sportliche Ehrgeiz gegen die anderen Teams, in der Nacht die Party-Stimmung mit Musik und guter Laune, und mit dem ersten Tageslicht die letzte Konzentration bis ins Ziel, so intensiv, dass sich am Ende kaum noch jemand freiwillig ans Steuer setzen wollte, weil jede und jeder lieber selbst noch einmal gelaufen ist. Keine Verletzungen, ein durchweg gut gelauntes Team und ein Ergebnis, das zeigt, was mit dem richtigen Teamspirit möglich ist.
Am Ende war es, wie bei runningsociety eigentlich immer, ein echter Team-Effort. Aber ohne die strategische Vorarbeit von Felix Ruf, die beste Streckenwahl im Feld und ein Team, das sich auch in der Nacht nicht hat hängen lassen, wäre dieser Sieg nicht möglich gewesen. Wie es für uns direkt danach beim Berlin Marathon weiterging, erzählen wir in unserem Race-Recap zum BMW BERLIN-MARATHON.
Externe Einordnung: Athletics Weekly, 25.09.2026
RS · Race Report · PUMA Running
← Zurück zum Blog